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Zurück aus Holland
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2003-06-15 22:00:06 von elomar  |
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Wir sind wieder da, heimgekehrt aus dem fernen Holland. Lustiges, Beängstigendes, Neues, Interessantes, Unglaubliches, Schockiges, Einzigartiges und noch viel mehr erlebt.
Losgefahren und nach einigen Wirren angekommen sind wir am Mittwoch, und nach einiger Rumsucherei und Rumfahrerei auf dem Amsterdamer Autobahnring haben wir uns entschlossen, den nächstbesten Campingplatz zu nehmen und sind so in Landsmeer auf einem höchst idyllischen Platz direkt an einem See und völlig ruhig und ohne andere Camper (abgesehen von ein paar Holland- und Franzosenrentnern) gelandet. Sind dann noch den Abend durch Landsmeer gelatscht, ein sehr um nicht zu sagen viel zu sehr goldiges Städtelein mit kleinen Häusern und Leuten, die aus ihren kleinen und niedlichen Fensterlein uns angafften, dass man es direkt mit der Angst bekam. Falls jemand mal einen Stephen King Roman verfilmen will, und noch eine Kulisse braucht, auf nach Landsmeer.
Am nächsten Tag sind wir dann los direkt rein nach Amsterdam, haben wieder eine Bleibe gesucht, der Nic hat sein Fahrkönnen in Winzdörfchen in Millitmeterarbeit zwischen verkeilten Autos und Bussen und Kindern und Rädern bewiesen (was ihm ein anerkennendes Nicken eines Holländers einbrachte), und schließlich sind wir dann in Zeeburg oder so ähnlich (anscheinend ein Vorort oder Stadtteil 3km von Amsterdam-Centrum weg) hängengeblieben. Ein bisschen Sorgen machten uns die Leute dort, nicht die zugedröhnten Holländer und Deutschen, vor allem ein (wahrscheinlich auch zugedröhnter) Spanier, der uns sehr unnett in Empfang nahm und die ganze Zeit Gebärden machte, als wolle er uns Abstechen. Naja, hat er dann nicht getan, und wir konnten nach Amsterdam. Sehr beeindruckende Stadt, haben sie zu Fuß bewältigt (~100 Mrd. km), alles gesehen, was man sehen muss, und dazu noch 3 Schwerter gekauft. Nachtrag zu dem ersten Comment: Wir wurden in Amsterdam-Centrum neunmal von mehr oder weniger zwielichten Gestalten gefragt, ob wir 'harte' Drogen kaufen wollten, in bestimmten Gegenden war jedes zweite Geschäft ein Coffee-Shop und durchweg sieht man ziemlich fertige Typen (was man in anderen Millionenstädten aber auch erleben kann). Von der Drogenszene also ganz schön ordentlich.
Die Nacht haben wir trotz akuter Bedrohung überlebt und sind am nächsten Morgen weiter Richtung Meer gefahren, dort an den Strand gelegt, zum Teil im Wasser rumgesprungen, ein bisschen verbrannt, dann Abends verzweifelt einen Platz zum Schlafen gesucht und nach ewig langer Suche einen in Bakkum aan Zee gefunden. In Castricum haben wir dann noch gegessen (Pizza und Meeresfrüchtchen), ein paar Chanschtaaaas getroffen AKA die ustige Dorfjugend, die sich dort vor einem bombastischen Szeneclub versammelt hatte und die beinahe die einzigen Holländer waren, die kein Englisch oder Deutsch konnten. Verdammt spät haben wir uns dann wieder zurück zu unseren Zelten geschleppt und dann irgendwann mal wieder mehr oder weniger lange gepennt.
Am nächsten Morgen standen wir vor der Wahl, entweder noch ein Tag am Meer oder ein Tag sonstwas und nochmal in Holland schlafen oder ein Tag sonstwas und noch heimfahren. Wir haben uns dann für letztestes entschieden, sind ganz in den Norden auf eine Autobahn, die ewig einfach so durchs Meer geht, mit rechts und links beinahe endlos Wasser und sind dann mit ein paar Zwischenstopps irgendwann spät Abends wieder im guten alten Germania/Waghäusel angekommen.
In diesem Sinne, ein verdammt cooler Kurzurlaub, spontan, ohne größere Unfälle, und im Endeffekt ein Erlebnis sondergleichen.
ein paar sehr wenige Bilder, mit der ungefähren Route, die wir gefahren sind und einem wunderhübschen Panorama auf dem Autobahndamm
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